bulgaria 22-5-2002 --> 30-5-2002


area: 131,940 sq km
popluation: 10,647,529
km total: 702
days: 9
Ø km/day: 78

 



schlafplatz stumiani

Mittwoch 22

Mittwoch 22.05.2002            61.Tag

 

Grecce Bulgaria

 

Wir rollen gegen 10.00 Uhr nach verspeißten Honigbroten mal wieder den Berg hoch und erfreuen uns an einer ziemlich langen Abfahrt bei Hagel. Ein paar Minuten später haben wir aber schon wieder bestes Wetter und fahren durch eine wunderschöne Gegend Richtung Sidirokastro. Wir sehen viele Störche und genießen die letzten Kilometer in Griechenland.

Die Leute begegnen uns überaus freundlich und in einem kleinen Laden werden uns sogar zwei Orangensaftpakete geschenkt. An der Grenze zu Bulgarien werden wir schärfstens kontrolliert und müssen unsere Taschen auspacken. Der Zollbeamte sagt, dass der Papst in Bulgarien ist und er deshalb so stark kontrollieren muß. Komisch nur, dass einige Autos einfach so durchrollen. Wir denken, dass er einfach nur neugierig war, was wir so mit uns haben. Als er dann auch noch unsere Digitalkamera sieht, fragt er sofort wie teuer diese ist und ob wir sie ihm nicht verkaufen wollen. Wir sehen zu, dass wir Land gewinnen und passieren die Grenze. In Bulgarien fühlt man sich um ca. 50 Jahre zurückversetzt. Esel- oder Pferdekarren sind keine Seltenheit mehr. Steppe rettet mal wieder ein Schildkrötenleben und kickt diese gekonnt von der Strasse. In einem kleinen Dorf besorgt uns Adi mit 20 anderen Kindern einen Schlafplatz auf einem kleinen Ackergarten.

Wir duschen uns auf der Terrasse und reparieren so ziemlich jedes Fahrrad der Kinder, denn immer wenn man eins fertig hat kommt schon das nächste Kind mit einem neuen Rad. Wir machen es dennoch gerne und gehen irgendwann etwas müde schlafen, mit dem guten Gefühl, dass auf uns aufgepasst wird.

 

Tkm

120

Zeit h netto

5.38

Æ-km/h

21.28

km/h max

65.5

km ges

3660

Wind

%

Straßenbelag

2

Profil

é

Temp ° C

27 So + Re

Stimmung

1

Defekte

%

 

 

Stationen:Dorkado, Sidrokastro, Grenze, Stumiani


die grenze und kinder bei uns am zelt



schlafplatz dagonovo

Donnerstag 23

Donnerstag 23.05.2002                    62.Tag

 

Günstig schlemmen in Bulgaria

 

Wir werden von Adibabas Kollegen geweckt, treffen beim Frühstück Paul und Ricky aus Holland und bekommen wertvolle Informationen, denn wie sich herausstellt sind die beiden Weltenbummler, die so ziemlich jeden Fleck auf unserer Erde kennen. Wir verstehen uns prächtig mit ihnen und können nach langer Zeit mal wieder eine Frau (Ricky zur Verabschidung) küssen. Bulgarien gefällt uns immer besser, wir klettern über eine Indiana Jones Brücke  und fühlen uns wie auf einem Abenteuerspielplatz. Wir biegen irgendwann ab, weil es uns zu flach wird... Wir klettern auf über 1000 Höhenmeter. Das Essen kostet fast gar nichts mehr. Eine Cola kostet in der Kneipe um die 50 Pfennig, Brot im Laden sogar nur noch 40 Pfennig. Als Steppe das spitz kriegt fragt er sich warum er eigentlich noch den schweren Brenner mit sich rumschleppt, denn wir können gar nicht mehr so günstig kochen. Außerdem

ist es eine ziemliche Zeitersparnis hier essen zu gehen. Was uns noch auffällt ist, dass die Strasse immer schlechter wird, wenn man die Asphaltfetzen überhaupt noch Strasse nennen kann. Es gibt nur noch Löcher in Bulgarien. In den Bergen kommt es uns auch so vor, dass man von Maschinen Pflügen o.Ä. noch nichts gehört hat, denn nahezu jeder rennt hier mit einer Hacke bewaffnet übers Feld. Dies ist echte Knochenarbeit und es klingt geradezu lächerlich, wenn in Deutschland jemand klagt, wie anstrengend doch sein Job ist. In einem kleinen Dorf mit Moschee und Minarett machen wir halt, werden zu einer Cola eingeladen und uns wird ein Garten zugewiesen. Der Muezzin singt uns in den Schlaf.

 

Tkm

93.94

Zeit h netto

5.36

Æ-km/h

16.73

km/h max

51.3

km ges

3754

Wind

%

Straßenbelag

4

Profil

ééê

Temp ° C

28  Sonne

Stimmung

1

Defekte

%

 

 

Stationen:   Stroumyani, Razlog, Dagonovo


unsere bekanntschaft und die landschaft



papst in plovidiv

Freitag 24

Freitag 24.05.2002                63.Tag

 

Wir werden ueberholt

 

Nach dem aufstehen geht es mal wieder 30 km bergauf.

Wir befinden uns mittlerweile auf 1500 Höhenmetern, allerdings ist auf den Karten nichts davon vermerkt. Skandal: Uns überholen zwei einheimische Radler, allerdings ohne Gepäck. Als wir endlich oben angekommen sind halten wir ein kleines picknik ab.

Bergab geht es mit rasanten 30 km/h weiter, da die Strecke mittlerweile nur noch aus Löchern besteht. Dafür entschädigt die Landschaft für die Piste. Phantasialandschluchten mit Modelleisenbahn entlang der Strecke begeistern uns zwischen Velingrad und Vavara. Felsen ragen über die Strasse, bis die Landschaft sich total ändert und wir auf der B8 zwischen Obstplantagen, in einer Ebene noch ca. 40 km nach Plovdiv fahren. Ziemlich öde und langweilig die Gegend hier, doch 20 km vor Plovdiv hängt sich ein ehrgeiziger Bulgare an unser Hinterrad. Wir beschleunigen, doch er ist hartnäckig und lässt sich nicht abhängen. Er führt uns sogar zur Pension, die einem Schloss nahe kommt und ist total geschafft. A. Middeke hat uns tatsächlich hier einquartiert. Toll, 30€ sind weg. Abends gehen wir noch ein wenig durch Plovdiv tauschen Geld um und kaufen eine Telefonkarte.

 

Tkm

138,48

Zeit h netto

6.46

Æ-km/h

20.46

km/h max

57.8

km ges

3892

Wind

%

Straßenbelag

4

Profil

ééêê

Temp ° C

29

Stimmung

1

Defekte

%

 

 

Stationen:Dagonovo, Velingrad, Pazardshik, Plovdiv


Samstag

Samstag/Sonntag 25.05.+26.05.2002           64.+65.Tag

 

Leva, Euro und die Mark

 

 

In Plovdiv treffen wir uns dann mit der Studentin Dana. Diese kommt uns ein wenig schüchtern vor und besorgt uns ein Quartier. Wir erzählten ihr noch, dass wir gerade 60 leva für eine Nacht bezahlt haben und dass dies unnötig ist, da wir ja eigentlich nur einen kleinen Platz brauchen um unser Zelt aufzustellen und näheren Kontakt zu den Studenten suchen. Dies geht natürlich schlecht, wenn wir in einem hotel untergebracht sind. Wir dachten eigentlich, dass dies verständlich genug ist. Eine Stunde später hatten wir dann unsere eigene Wohnung und müssen dafür pro Nacht 30 leva bezahlen, was auch noch für bulgarische Verhältnisse viel Geld ist. Ein leva ca. eine Muck. Man sieht, wir rechnen wieder in D-Mark.

Als Kellnerin verdient man in Plovdiv pro Monat ca. 200 Mark und Dana erzählt uns, dass es speziell für die jungen Menschen hier keine Zukunft gibt. Trotzdem wir für eine Pizza plus Cola nur einen € bezahlen geht das Geld in der Stadt dennoch weg wie warme Semmeln.

Wir tauschen wieder mal 50 € um und sind so langsam angenervt. Angenervt sind wir aber auch von den vielen Strassensperren, denn der Papst ist extra wegen uns nach Plovdiv gereist und die überaus strenge Polizei meint nun alle Strassen zu sperren und wir müssen einen Umweg von 3Km in Kauf nehmen, obwohl unsere Wohnung auf der anderen Straßenseite ist, doch die Polizei ist sehr beschäftigt und spielt lieber Karten als uns über die Straße zu lassen.

Abends gehen wir noch ein wenig in die Stadt doch, da morgen schon wieder Montag ist, ist dort auch nicht mehr viel los.



wchlafplatz in rosovic

Montag 27

Montag 27.05.2002               66.Tag

 

Verständigung mit Block und Stift

 

Wir fahren zur Uni in freudiger Erwartung endlich A.Middeke zu treffen, doch sie ist nicht da. Wat ne Scheiße. Das heißt, dass wir drei Tage für nichts hier abgehangen haben und noch nicht einmal ein Foto von einer Dozentin in Aktion machen können. Wir sind etwas angefressen, schlagen es aus noch zum österr. Dozenten zu gehen und brechen gen Bukarest auf. Es dauert eine kurze Weile und wir befinden uns wieder mitten in den Bergen. Da fühlen wir uns wohl, denn dort kennen wir uns aus was z.B. Naturgewalten anbelangt. Und als wir uns noch so an der wunderschönen Landschaft ergötzten, sie ist wohl berühmt für ihre vielen und prächtigen Rosen, bekommen wir die volle Ladung Naturgewalt zu spüren. Pünktlich um fünf Uhr, und man kann wirklich die Uhr danach stellen, gießt es aus kübeln und die Blitze lassen uns regelmäßig zusammenzucken. Wir können so gerade noch entkommen und stellen uns an einer kleinen Hütte unter. Dann beraten wir, ob es vielleicht schon sinnvoll wäre jetzt unser Zelt aufzustellen, da das Wetter wohl keine Besserung in Aussicht stellt. Doch als wir noch so beraten naht wohl auch schon Hilfe. Es ist, wie sich später herausstellen sollte Nick, der uns erst mal selbstabgefüllten Honig schenkt und uns danach zu sich nach Hause einlädt.

Bei ihm bekommen wir einen ganz guten Einblick, wie man hier in den Bergen so lebt. Am Abend geht er in den Garten kommt mit Kirschen und Erdbeeren zurück. Zum Abendessen gibt es Ziegenfleisch, Nicolai geht in den Garten.....jedenfalls hingen am nächsten Tag zwei Ziegenfelle über der Wäscheleine. Seife, traditionelle Fanta, Schnaps eingelegte Feigen, nahezu alles wird hier noch selbst gemacht. Auf die Toilette geht es nach draußen, wo in einer kleinen Hütte ein Loch im Steinfußboden ist. Verständigt wird sich via Block und Kugelschreiber. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt, dass man keine gemeinsame Sprache beherrscht, aber lustig war es auf alle Fälle.

 

Tkm

55.06

Zeit h netto

2.52

Æ-km/h

19.13

km/h max

30.2

km ges

3949

Wind

%

Straßenbelag

3+

Profil

é

Temp ° C

28

Stimmung

2

Defekte

%

 

 

Stationen: Plovdiv, Rosovec


kaefer, nic und seine mutter



schlafplatz gravono

Dienstag 28

Dienstag 28.05.2002             67.Tag

 

Speichenbruch mit Folge

 

Zum Frühstück gibt es frittierten Teig mit selbstgemachtem Honig. Zwei Freunde kommen noch vorbei und wir werden dann zu dritt zum Ortsausgang geleitet. Quincy hat Knieschmerzen, doch wir kommen dennoch und trotz brütender Hitze und steiler Berge gut voran. Bei Sipka einer Stadt die nun genau 4000 km von Herten (nach unserer Route) entfernt ist erwischt es Quincy. Ein Speichenbruch. An sich nichts schlimmes, aber natürlich ist die Speiche auf der Zahnkranzseite und wir müssten erst den Zahnkranz entfernen oder eine Notfallspeiche einsetzen. Wir entscheiden uns für die Notfallspeiche zumal wir die anderen Speichen wohl auch in Deutschland vergessen haben. Nach der Reparatur geht es über die Berge nach Gabrovo, wo wir auf der Abfahrt den Arsch mal wieder so richtig naß kriegen, natürlich wieder so gegen 17.30 Uhr. Schlagen unser Zelt dann in kleinem Bergdorf auf, wo uns eine alte Frau noch eine Kleinigkeit zu essen schenkt. Uns fällt auf, dass die Bulgaren, obwohl wir uns kaum mit ihnen verständigen können sehr gastfreundlich sind und wir überall sehr willkommen sind. Weniger gastfreundlich war heute Nacht ein sehr brummiger Geselle, der uns gegen 2.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen hat. Ob es ein Bär war? Keine Ahnung! Wir drehen uns um und schlafen weiter, haben ja schließlich zwei Wände zwischen uns und der Nacht.

 

Tkm

91.16

Zeit h netto

5.38

Æ-km/h

16.19

km/h max

52.2

km ges

4040

Wind

è

Straßenbelag

2-

Profil

éé ê

Temp ° C

25 Sonne Regen

Stimmung

2

Defekte

Speichenbruch Quincy hinten

 

 

Stationen: Rosevec, Pavel Banya, Gabrovo


das entscheidene bild: speichenriss mit folgen, regenwolken, bushaltestelle und wasserbrunnen



schlafplatz trastenic

Mittwoch 29-05-2002

Mittwoch 29-05-2002                        68.Tag

 

Biker auf Abwegen

 

Hören gegen 2 Uhr Nachts ziemlich laute Geräusche. Gehen davon aus, dass ein Bär im Ort ist. Steppe rutscht in die letzte Ecke des Zeltes aber nicht nur vor Angst, sondern weil es so schief steht. Morgens schenkt uns unsere Nachbarin Erdbeeren und wir werden verabschiedet. Es läuft radfahrtechnisch alles super und wir machen schnell km. Die sind auch nötig um morgen Bukarest zu erreichen. Die Landschaft ist ganz schön hügelig und als wir gegen Abend ein kleines Dorf anfahren, kam uns ein Mann ziemlich schüchtern entgegen. Aber er lud uns sofort zu sich nach Hause ein und wir waren seine neuen Freunde. Kantcho heißt er. In seiner Garage führt er uns alle seine Maschinen, wie Drehbänke, Fräsen und so weiter vor. Er zeigt uns alles rund ums Haus: Hühner, Schafe, Enten, Puten, Truthähne und Katzen. Der ganze Garten ist voll mit Gemüse und Obstbäumen. Wir essen mit ihm und bekommen eine Wohnung und können duschen. Selbstgemachten Wein, Whisky, und so weiter. Alles Bulgarische Tradition. Danach fahren mit ihm und seinem alten russischen Motorrad mit Beiwagen durch die Stadt. Steppe darf auch Fahren, während Quincy sich total blau (nach drei Glas Wein und zwei Bier) in den Beiwagen legt. Völlig erschöpft legen wir uns schlafen.

 

 

Tkm

126,74

Zeit h netto

5,41

Æ-km/h

22,28

km/h max

58,8

km ges

4167

Wind

%

Straßenbelag

2

Profil

é ê

Temp ° C

26 Sonne

Stimmung

2

Defekte

%

 

 

Stationen: Gabrovo, Bjala, Trastenec

 

 

Kantcho Petcov Kanev

Trastenic

tel: Rousse 271016

Rousse OBL 7092

Bulgarien


naechtliche motorradfahrt, bulgarische abgase, eselkutsche mit steppe,1. kolchose



schlafplatz uzuni

Donnerstag 30-5-2002

Donnerstag 30-5-2002                                  69.Tag

 

Die rumänische Grenze

 

Nach dem Frühstück fahren wir mit Kantcho (er begleitet uns mit seinem Rad) nach Russe.

Stadtrundfahrt im strömenden Regen einschließlich. Wir kaufen Speichen, eine Trinkflasche und geben im Radladen unsere zweiten Autogramme. Langsam wird es stressig. Anschließend suchen wir ein Internetcafe auf. Kantcho bezeichnet diese als Internet coffee office. Wir erhalten keine Antwort aus Bukarest von der nächsten DAAD Adresse. Super. Die Adresse war falsch. Auf zu Kantchos Wohnung und Mittagessen und danach zur Post Filme nach Deutschland eintüten. Dauert auch nur eine Stunde. Dann endlich mit Kantcho zum Grenzübergang, vorbei an einer alten Industrieanlage die uns mal wieder zig Jahre zurückversetzt. Die ganzen Chemieleitungen sind undicht und überall zischt Nebel aus den Dichtungen. An der Grenze kommt ein Bulgarischer Zöllner auf uns zu und kontrolliert die Pässe. Und damit sind wir auch schon dran: Uns fehlt ein Meldestempel von der Polizei in Bulgarien. Der Zöllner will uns weiß machen, dass dieses umgerechnet 1000 € Strafe kosten soll. Wir ziehen uns zur Beratung mit Kantcho zurück und er sagt uns, dass wir dem Zöllner 10 Leva (5€) Schmiergeld mit den Pässen abgeben sollen.

Der Zöllner ruft Steppe ins Zollhäuschen. Nach kurzem Gespräch und Geldübergabe lässt er uns durch. Es folgen fünf weitere Schranken, die aber alle problemlos verlaufen und sich vor uns nach der Passkontrolle öffnen. Wir sind in Rumänien. Doch nach einem km pfeift uns ein Polizist aus einem Zivilfahrzeug heran. Wir drehen um und halten. Er kommt uns sehr komisch und ein wenig unsicher vor. Doch wir dürfen weiter. Nach 5 km die nächste Kontrolle und siehe da, dieser hat eine andere Uniform an und verhält sich ganz anders. Freundlicher und sicherer. Der erste Polizist war falsch. Was uns nur verwundert: Die Zivilstreifen fahren Autos auf die uns nichts mehr einfällt, wie z. B. ein Golf 2 in gold- metallic. Ab hier werden wir nur noch von der Polizei gegrüßt und radeln über die öde B5 Richtung Bukarest. Nach ein paar Km, als wir bereits einzuschlafen drohten, wurden wir dann doch noch mal wach, denn der bisher aggressivste Hundeangriff folgt. Ein ziemlich großer Hund ist an unseren Fersen und uns blieb noch nicht mal Zeit Bambus oder Luftpumpe zu ziehen. Dabei kommt bei uns die Frage auf, ob uns vielleicht jemand sagen kann, wie schnell ein ausgewachsener Schäferhund rennen kann und vor allem wie lange. Na ja, wir haben es ja überlebt. Die Siedlungen ähneln hier Schrebergartensiedlungen. An einer kleinen Bude geben wir unseren ersten US$ aus und bekommen dafür zwei Cokes, da wir bisher noch nicht die Möglichkeit hatten Geld umzutauschen, denn Leva will man hier nicht haben. In Uzunu halten wir an, um unser Lager irgendwo aufzuschlagen. Dazu halten wir einen Opi auf einem Rad an um ihn zu fragen, ob er denn eine Idee hätte, wo man hier am besten schlafen könnte. Er weiß sofort Bescheid und lotst uns zu einem kleinen Haus neben einer stillgelegten Fabrik.

Das Haus wird aufgeschlossen und er macht uns klar, dass wir doch lieber im Haus schlafen sollen und nicht in unserem Zelt. Wir willigen ein und machen uns nach dem Abendessen, wo wir übrigens bemerken, dass unser Kocher an der Schweißnaht gebrochen ist, bettfertig. Quincy hat Magenschmerzen und wirft eine Tablette ein. Mittlerweile haben wir 23.00 Uhr und Quincy schläft tief und fest. Steppe nicht. Deshalb bemerkt auch nur Steppe ein Auto, welches bis an unser Fenster heranfährt und den Raum taghell erscheinen lässt. Steppe bekommt  es mit der Angst zu tun und stellt sich tot. Den „Eindringling“ interessiert dies allerdings nicht, denn er schreit auf einmal auf rumänisch los und haut gegen das Fenster. Nun wird Quincy von Steppe aus dem Schlaf gerissen und wir beraten erst mal, was zu tun ist. Wir sind beide der Meinung, dass ignorieren wohl nicht viel bringt, da die Tür des Schuppens einem Fußtritt wohl nicht standhält und wir dann doch besser selbst in die Offensive gehen sollten. Gesagt, getan, wir springen in unsere Klamotten und öffnen. Gegenüber steht uns ein Mann, der nur rumänisch spricht und uns nach einer Weile klarmacht, dass es sich hier um sein Haus handelt und wir Einbrecher sind. Er begreift irgendwann, dass wir wenig verstehen und holt seine Frau, die noch im Auto sitzt und ein wenig Englisch spricht. Wir überzeugen die beiden, dass wir nicht eingebrochen sind und müssen, da wir ja jetzt beste Freunde sind und selbstverständlich in seinem Haus wohnen können, alles von unserer Reise berichten und sind froh, dass er nach ca. einer Std. wieder geht, da wir hundemüde sind und nur noch schlafen wollen. Wir legen uns wieder hin, mittlerweile hat Quincy, nach dieser Aktion kein Wunder, keine Bauchschmerzen mehr. Wir hören noch ein bisschen Radio und freuen uns, dass auf einmal die TotenHosen zu hören waren. Das Lied konnten wir leider nicht mehr zu ende hören, da wieder ein „Gast „ mit dem Motorrad vorfuhr. Wir entscheiden uns in Sachen zu schlafen, denn auszuziehen lohnt sich wohl nicht mehr. Der Mopedfahrer macht aber keinen Ärger und wir schlafen irgendwann ein......

 

Tkm

74.38

Zeit h netto

4.09

Æ-km/h

17.91

km/h max

56.3

km ges

4242

Wind

ç

Straßenbelag

3-

Profil

éê

Temp ° C

25 Regen

Stimmung

3-

Defekte

Kocher Schweißnaht gerissen

 

 

Stationen: Trastenic, Rousse, Uzunu

 


die resten zigeuner in rumaenien, kantcho und quincy, kantchos mutter, steppe am brunnen


...weiter geht es in romania