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greece 14-05-2002 --> 22-5-2002 |
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![]() igoumenitsa |
Dienstag 14.05.2002 53.Tag
Ouzo, Souvlaki und griechische Berge
Griechenland ist bergig. Das wussten wir. Aber so bergig? Das wussten wir nicht. Aber schön ist es. Wenig Verkehr. Zumeist sind es allerdings Lkws. Und heiß ist es und das schon um 8 Uhr morgens. Zu unserem Entzücken regiert auch in Griechenland der Europolos, was von der Umstellung, was uns ein Grieche glaubhaft versicherte, kein Problem war. Wir passieren zwei Dörfer, welche in der Karte als relativ große Städte eingezeichnet sind, und müssen zu unserem Erstaunen feststellen, dass die Einwohneranzahl jeweils 70 nicht übertrifft. Wir quälen uns die Berge hoch bis wir in einem kleinen Dorf völlig ausgehungert die ersten Souvlakispieße essen dürfen. Wir werden nach kleinen Verständigungsproblemen auf einen kleinen Kirchplatz verwiesen wo Steppe erst mal für Ordnung sorgen will und einen vermeintlichen Stein aus dem Weg befördern will. Dieser Stein entpuppte sich allerdings als Schildkröte, die uns völlig verblüfft sah. Danach wurden wir von einem netten Griechen, welcher ca. 15 Jahre in Deutschland gearbeitet hat, dort heißt er Schorsch, hier heißt er Georgius, zum Frapee eingeladen. Nach einem Ouzo ist Steppe total blau und hat Schluckauf. Abends erfuhren wir wie Tosh gestorben ist und schlafen nach einem längeren Gespräch traurig und auch spät ein. Zumal die Uhr um eine Stunde hier in Griechenland vorgestellt wurde.
Stationen: Igoumenitsa, Levkothea |
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![]() zelplatz bei ioanina |
Mittwoch 15.05.2002 54.Tag
Sonne, Regen, Berg und Tal
Heute Morgen beehrt uns mal wieder ein Skorpion. Der nette Grieche Schorsch erklärt uns , dass dieser sehr giftig ist und das man nach einem Stich unbedingt ins Krankenhaus müsse, da man sonst Probleme bekommen kann. Nach dieser Aktion begeben wir uns in ein kleines Cafe und führen ein gutes Telefonat mit Julle und Flo über unseren Freund Tosh. Mal wieder brennt die Sonne und wir radeln, wie könnte es auch anders sein, bergauf. Nach einer kleinen Abfahrt nach Ioanina stehen wir vor einer Wand, zumindest sieht der Berg vor dem wir uns gerade befinden so aus. „Da sollen wir hoch?“, „Ja!“ und zur Belohnung fängt es nun fürchterlich zu regnen an. Wir spannen unser Tarp auf und warten ab. Als wieder ein bisschen Besserung in Sicht kommt starten wir über den Paß der uns geradewegs in ein kleines Tal über eine Brücke führt. Diese Brücke besteht allerdings nur aus zusammengelegten Eisenplatten, was hier die Lkwfahrer aber auch nicht weiter stört. Also fahren wir auch rüber. Das Wetter wird dann noch ein bisschen schlechter und wir warten das nächste Gewitter an einer kleinen Bergkirche ab. Trinkflaschen werden wieder mit Regenwasser gefüllt und somit können wir dem Wetter dann doch noch etwas Gutes abgewinnen. Etwas später und einige Hügel danach kommen wir in ein kleines Dorf namens Votonossi, in welchem, dies versicherte uns ein Dorfbewohner ganz stolz, Deutsche und Griechen im zweiten Weltkrieg Frieden geschlossen haben. Wir können es nicht so ganz glauben schlafen aber trotzdem recht friedlich auf einem kleinen Platz vor der Dorfkirche ein.
Stationen: Levkothea, Ioanina, Votonossi |
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![]() zeltplatz grevena |
Donnerstag 16.05.2002 55.Tag
Froschkonzert vs. " Schalke!"
Fahren mit spärlichem Frühstück, das bedeutet Weißbrot und Schafskäse sofort den Katarapaß hoch. Bis auf 1550 Meter schlängeln wir uns die Serpentinen hoch und sind danach schon geschafft, obgleich wir solche Pässe hier nicht vermutet hätten. Wir glauben neuer Rekord. Hier oben ist die Landschaft extrem karg und als wir hier oben trotz alledem ein Konzert von über 1000 Fröschen belauschen durften waren wir total baff. Wir denken, dass es wohl locker an den Lärmpegel der Schalkearena heranreichen dürfte. In Milea, einem kleinen Bergdorf erspähen wir einen Minimarkt, welcher sich in einem Keller verbirgt. War gar nicht so einfach den zu finden. Doch für Steppe kein Problem. In der Zwischenzeit schärfte ein Bergbewohner, der gerade mit einer Sense seinen Rasen mähte, Kais Messer. Jetzt wissen wir was rattenscharf ist. Nun fahren wir relativ zügig nach Grevena, wo uns Messina empfohlen wird, da dort viele Griechen leben, die lange Zeit in Deutschland gelebt haben. Dieser Tipp ging voll in die Hose, da man uns auf eine Wiese verweisen wollte, die direkt an der Durchgangsstrasse mitten im Ort liegt. Wenn man aber noch duschen will ist dies gar nicht so witzig. Wir fahren ein kleines Stück weiter und übernachten in einem kleinen Waldstück, wo wir ungestört sind und sogar eine kleine Quelle haben.
Stationen: Votonossi, Metzovo, Grevena, Messina |
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![]() zeltplatz gerorginoi |
Freitag 17.05.2002 56.Tag
Tipps? Brauchen wir nicht...
Zoodohos Pigi: Als wir heute morgen erwachten war uns dieses Örtchen nicht bekannt. Dafür kannten wir es abends so gegen 19.30 Uhr sehr wohl. Den ganzen Tag sind wir entlang der A2, einer Autostrada, gefahren und haben uns trotz Hinweisen von Einheimischen nicht getraut diese zu benutzen. Ist ja auch ganz klar, in Deutschland benutzt man mit dem Rad ja auch keine Autobahn. So mussten wir über die Berge hinweg und nicht wie uns empfohlen, aber nie richtig gewusst, auf der schönen neuen Autostrada durch die Täler auf dem schnellsten Weg hindurch. Wir bewegen uns im Schnitt auf 600 m, wobei es allerdings die ganze Zeit nur bergauf und bergab geht. Einmal mussten wir „etwas“ schneller radeln, da nach einer Kurve auf einmal etwa zehn Hunde auf uns zurannten. Und wie es uns hier meistens so ergeht, wenn wir mit Hunden konfrontiert werden, sie kommen von oben und wir müssen den Berg noch erklimmen. Da soll man dann noch beschleunigen, wenn man doch sowieso schon voll bepackt kaum aus dem Quark kommt. Ein wenig später huscht eine ca. 1 m lange Schlange über die Fahrbahn, was aber nicht so schlimm ist, da hier die großen Schlangen nicht so giftig sind wie die kleinen. Nach dieser Aktion ruft uns 5 Minuten später eine ca. 80 Jahre alte Frau folgende Worte zu:“ Strasse nicht gut, Strasse ganz schlecht.“ Wir guckten uns an und meinten wohl beide, „ Wat will Die denn, die Strasse ist doch hervorragend asphaltiert, da haben wir aber schon andere Dinge erlebt.“ Wir lachten noch ein wenig, fuhren um die nächste Kurve und das Lachen fiel uns buchstäblich aus dem Gesicht. Wir konnten nicht mehr geradeaus schauen, sondern nur noch nach oben und jetzt wussten wir was die Frau meinte. Eine Serpentine jagte die andere und die entgegenkommenden Autofahrer schüttelten nur die Köpfe. Wir dachten zuerst, dass die 650 Höhenmeter bis Thessaloniki wohl ausreichen würden und langsam aufgebraucht werden würden. Nach dieser Kurve zerschlugen sich unsere Hoffnungen und irgendwann kamen wir in das besagte Dorf. Zoodohos Pigi. Auf der Abfahrt fährt Steppe noch einen Hund an und dies mit ca. 50 km/h. Anschließend wird noch mal so eben der Geschwindigkeitsrekord gebrochen (71,2). An sich nichts Außergewöhnliches, aber wenn man bedenkt, dass sich die Räder ab einer bestimmten Geschwindigkeit bei dem Gewicht schnell „aufschaukeln“, keine schlechte Leistung. Auf der Abfahrt halten wir in einem kleinen Dorf an und treffen „Theo“, der vor 39 Jahren in Bochum Gerthe auf der Zeche geschafft hat und nun seine Rente hier als waschechter Grieche in seiner Heimat verlebt. Abends schlagen wir unser Zelt gegenüber einer Polizeistation auf, um vor Albanern und Jugoslawen sicher zu sein. Doch wir haben nicht ganz unser Zelt aufgebaut und die Küche ausgepackt, steht schon der erste Vierbeiner vor der Tür und bellt uns an. Wir ziehen uns ins Zelt zurück und retten später, nach Abzug des Hundes, Quincys letzte Taschen. Gekocht wird im Zelt, gespült nächsten Tag.
Stationen: Messina, Kozani, Georginoi |
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![]() schlafplatz thessalonikki |
Samstag 18.05.2002 57. Tag
Angriff der Hundekrieger
Wir fahren ins nächste Dorf um einzukaufen und treffen einen 23-jährigen Griechen Namens Vassili mit einem Dortmund Trikot. Er ist mit einem MTB aus Thessaloniki hergeradelt und sagt uns das er 78 km auf dem Buckel hat. Aber flache km. Und er hatte Recht. Wir sehen das erste mal Flachland. Wir fliegen über die Schnellstraße und legen in Klidi an einer Tankstelle ein. Wir wollen unsere Flaschen auffüllen und das Gesicht waschen. Steppe legt seine Sonnebrille auf die Packtaschen und vergisst sie natürlich danach. Wir setzen uns in eine Bushaltestelle und bewundern die Storchennester auf jeder Laterne hier im Dorf, und die Dorfbewohner, die wie die Irren mit ihren getunten Autos an uns vorbeirauschen. Dann bemerken wir den Verlust der Brille und suchen die Tankstelle ab. Die Tankwärterin stürmt heraus und sucht mit. Das Ergebnis: Sie findet Die Oakley fünfteilig zerlegt und mehrfach überfahren. Wir wissen auch von wem. In Gedanken haben wir die Brille schon zur Reklamation eingesandt. Doch wir puzzelten sie einfach zusammen und siehe da, sie erfüllt ihren Zweck und zwar ohne einen einzigen Kratzer. Weiter geht´s über die A2 Richtung Thessaloniki. Hier läuft es gut. Abfahrt Industrial Area. Größter Fehler bis jetzt. Wir müssen fast die gesamten 10 km mit Schlagstock und Pumpe in der Hand durch das Gebiet sprinten. Samstag Nachmittag und keine Menschenseele mehr zu sehen nur noch Hunde. Überall Hunde. Wilde freilaufende und unfreundliche, um es harmlos auszudrücken. Alle Rassen dabei: Schäferhund, Mischling und Kampfhunde. Aber nicht nur einer. Der Schnitt liegt zwischen fünf bis acht. Sie kommen aus dem Nichts und stehen plötzlich vor, neben und hinter uns. Es war die reinst Horrorstrecke. In der Stadt finden wir erst mal keinen Platz zum zelten und fahren in einen Vorort Namens Oreokastro. Wir klappern sämtliche Häuser ab aber keiner will uns haben. Doch an einer Villa mit einem kleinen Park dran finden wir nach längerer Diskussion Unterschlupf. Zuerst ist die Familie sehr skeptisch doch der Abend endet mit Pizza, Bier und einer Stadtführung mit dem Sohn Christos und seinem Freund Dimitris. Um 2.30 Uhr sind wir im Zelt und schon steht der erste Hund vor der Tür, den Steppe aber nicht mehr wahrnimmt.
Stationen: Veria, Klidi, Thessaloniki, Oreokastro |
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![]() schlafplatz oreokastro |
Montag 20.05.2002 59.tag
Schwieriges Internet und freundliche Griechen
Heute haben wir uns fast den ganzen Tag an der Uni aufgehalten und versucht Fotos und Texte via Internet zu verschicken. Das ist wohl nicht so ganz gelungen, was sich in Telefonaten abends mit Freunden herausstellte. E-mail geht raus, allerdings der Anhang nicht. Super AOL... Wir hatten trotzdem viel Spass und brannten noch zwei CDs in einem Internetcafe, was ohne Parallelkabel gar nicht so einfach ist. An der Uni trafen wir noch Jutta Wolfrum, die an der Uni unterrichtet und uns direkt in ihren Kurs verfrachtete, wo wir ca. eine halbe Stunde über die Reise und ihre Beweggründe erzählen mussten. Das gleiche haben wir dann noch im Kurs von Frau Petersen gemacht. Die Reaktionen der Studenten waren anfangs etwas ungläubig, doch nach einer Weile tauten sie auf und wurden neugierig. Insgesamt war dies eine schöne Erfahrung, die uns Spaß gemacht hat. Zwischendurch haben wir zum ersten mal in Griechenland Gyros gegessen. Schmeckt besser als in Deutschland, aber halt anders. Nun noch einige Worte, die uns Christos mit auf dem Weg gegeben hat.
It was a great surprise for me when on saturday night i heard the doorbell ring and i saw two unknown young men with their bycicles in front of my door. I really feel very lucky that i had the oportunity to meet these two great guys, Kai and Marco.
-Have a nice trip guys and be careful -you are invited for holidays in greek islandsafter two years -Marco, how are you going to live without Frape ?! -Thank you for tolerating my terrible english (sein englisch war übrigens sehr gut) -Guys i hope that i will see you again, my house will always be open for you
written by Christos einem neuen Freund den wir in Thessaloniki kennen gelernt haben und mit welchem wir das komplette Wochenende verbracht haben.
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![]() schlafplatz dorkado |
Dienstag 21.05.2002 60.Tag
Frust mit dem Internet
Nachdem wir bemerkt haben, dass die Bilder und Texte nicht rausgegangen sind, versuchten wir es an Christos PC noch mal und haben bis 2.00 Uhr nachts vor diesem gesessen, doch nichts funktionierte. Total angenervt gaben wir irgendwann auf und gingen schlafen. Aber nicht im Zelt, sondern im Wohnkeller. Für uns war dies eine große Hilfe, da wir endlich mal unsere Sachen ordnen konnten. Am nächsten Morgen ging es dann um 8.30 zur Post, wo wir ein paar Dinge nach Hause schicken konnten. Wir bekommen für den Briefumschlag sogar eine Quittung. Christos zeigt uns noch ein Internetcafe, wo wir nachher unsere Post abschicken können. Wir kaufen noch Brot. Wir wählen ein rundes und ein langes Brot. Christos warnt uns jedoch und sagt“ the round one is black“ und guckt komisch. Wir freuen uns und kaufen zwei runde. Christos versteht die Welt nicht mehr. An Christos Haus verabschieden wir uns und bedauern, dass wir nicht noch länger bleiben können. Doch Christos muß nun in die Uni und wir ins Internetcafe nach Osteocastro- City. Dies stellt sich aber als derart langsam heraus, dass wir dort bei Gewitter drei Stunden ausharren und uns ärgern, dass immer noch nichts rausgeht. Mittlerweile probieren wir andere Server, andere Sendevarianten, bis wir endlich mit dem Essener Internetprovider Cityweb unsere Bilder und Texte, zwar langsam, aber das liegt an den schlechten Leitungen, verschicken können. Für diese höchst ärgerlichen Stunden zahlen wir 20 €. Wir sind stinksauer und fahren im Regen in Richtung Serres. Ein Schlauchboot wäre mal wieder von Nöten, aber das wird uns wohl noch häufiger passieren. So kommen wir also nur bis Dorkado. Wir bauen unser Zelt ein wenig geschützt an einer Kirche auf hören Rock Radio 104.7. Dieser Sender spielt nur und ausnahmslos gute Musik. Der Sender kommt aus Thessaloniki und ist auch über Internet zu empfangen. Wir schwören uns, dass wir ihn in zwei Jahren auf jeden Fall über irgendeine Suchmaschine suchen werden. Steppe hat Lust sich heute in der Makabar mit allen Freunden zu besaufen.
Stationen: Osteokastro, Dorkado |
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...weiter geht es in bulgaria |