moldavia 7-6-2002 --> 8-6-2002


area: 131,940 sq km
popluation: 10,647,529
km total: 164
days: 2
Ø km/day: 82

 



schlafplatz slobozia mare

Freitag 07

Freitag 07.06.2002                            77.Tag

 

Nach Moldawien

 

Der Bürgermeister weckt uns, doch wir trauen uns nicht raus, denn wie gesagt, wir schlafen an der Schule und was passiert morgens an einer Schule. Richtig. Eine Millionen Kinder gucken einen mit riesigen Augen an und wollen am Liebsten gleich mit in unser Zelt. Wir warten das erste schellen ab und begleiten den Bürgermeister (Primar) Vasile in sein Büro. Dort angekommen wird uns ein Kaffee serviert, der uns als eigentlich „Nichtkaffee-Trinker“ die Schuhe ausgezogen hat. Aber wenigstens sind wir jetzt wach. Schauen uns die Ukrainekarte an und planen die Route. Planung und Wachsein ist eine Sache, Gegenwind eine andere. Er meint es wirklich nicht gut mit uns und wir fahren mit einem etwas mulmigen Gefühl langsam in Richtung Grenze. Tauschen in Braila 5$ um und decken uns mit Wasser und Nahrungsmitteln ein. Braila und Galati sind die letzten Städte vor der moldawischen Grenze. Das Letzte sind aber auch die Industrieanlagen in den beiden Städten. Auf den letzten 7 Km zur Grenzstadt Giurgiulesti sehen wir eine Landschaft, wie sie hässlicher nicht sein kann. Der Gegenwind ist unglaublich. Zigeuner sitzen sogar in Bäumen versteckt. Irgendwie fühlen wir uns beobachtet. An der Grenze will uns der Grenzbeante nicht durchlassen, da Fahrräder für diesen Grenzabschnitt wohl nicht vorgesehen sind. Wir warten ab und nachdem wir ihnen ein wenig von unserer Reise erzählt haben, ist alles kein Problem mehr. Wir entscheiden und doch noch einen längeren Weg durch Moldawien zu fahren, denn nach 1Km kommt schon die ukrainische Grenze und dafür zahlen wir doch keine 30 $. In Slobozia Mare ist Quincy ein wenig müde und hat Hunger, Steppe legt dies als Hungerast aus. Wir treffen zwei Männer, die nett erscheinen und entscheiden uns kurzfristig nicht mehr heute in die Ukraine zu fahren, da wir eh nicht mehr im Hellen rauskommen. Die Männer schleppen uns in eine Art Naturreservat, wo noch fünf Freunde arbeiten. Wunderschön gelegen und Partnerschaft mit niederländischem Naturreservat. Es heißt Lacu Belet. Abends kommt noch eine Militärpatrouille vorbei, wobei Steppe einmal eine echte Kalaschnikov halten darf.  

 

Tkm

92.7

Zeit h netto

4.58

Æ-km/h

18.63

km/h max

55

km ges

4602

Wind

çç

Straßenbelag

3-

Profil

è

Temp ° C

25

Stimmung

3-

Defekte

%

 

 

Stationen:  Valea Cinepii, Braila, Galati, Giurgiulesti, Slobozia Mare


kleines dorf in moldawien und lange strassen



schlafplatz vasylivka

Samstag 08

Samstag 08.06.2002                          78.Tag

 

Die ukrainische Grenze

 

Der Patrone vom Naturreservat will gegen 8.00 Uhr in unser Zelt krabbeln um uns zu wecken. Diesen „Angriff“ können wir so gerade abwehren. Steppe schreit laut “No, No!“, und tatsächlich, er ist beeindruckt. Ergebnis: Wir sind wach. Danach schieben wir unsere Räder die Dünen hoch und geben Patrone und Freund 2 Bier aus, wohlgemerkt, um 9.00 Uhr morgens. Patrone revanchiert sich und seine Frau macht uns Eier mit Reis zum Frühstück. Dann geht’s los, bergauf, bergrunter und innerhalb kürzester Zeit war das Frühstück schon verbrannt. Kurz vor der ukrainischen Grenze treffen wir unsere üblichen Vorbereitungen(Gps, Kamera, Laptop usw. etwas verstecken. An der moldawischen Grenze lässt man uns mal wieder ein wenig auf unsere Pässe warten. Nach 20 Minuten kommt der Beamte zurück gibt uns die Pässe und will uns durchwinken. Wir kontrollieren die Pässe und merken, dass gar keine Stempel drin sind. Sie hatten ja auch wenig Zeit dafür. Danach nahm er die Pässe und innerhalb von einer Minute kamen sie gestempelt wieder zurück. Wir meinen: Geht doch!

Danach fahren wir 3Km durch Niemandsland. „Haben wir die Grenze der Ukraine verpasst?“

Nein. An der Grenze müssen wir eine Menge Formulare ausfüllen, werden aber nicht weiter gefilzt und sind froh weiter fahren zu dürfen, als aus dem letzten Häuschen doch noch ein Beamter rausgestürmt kommt, der unsere Krankenversicherung sehen will. „Kein Problem, wir haben doch alles mit“, haben wir auch, allerdings ist die Police nicht in englisch, sondern in deutsch ausgestellt. Damit kann der gute Mann an der Grenze natürlich reichlich wenig anfangen, was wir auch verstehen, allerdings wollen wir auch nicht seine ukrainische Versicherung kaufen und so diskutieren wir zwei Stunden mit ihm bis er endlich aufgibt und wir weiter können. „Gewonnen“. In einem kleinen Dorf tauschen wir Geld um und fangen so langsam an den € zu schätzen, denn wir müssen jedes Mal hier hin-und herrechnen bis wir mal was kaufen können. Bei einem Gewitter stellen wir uns an einem Schlachthof unter. Ein alter Mann kommt vorbei und will uns hier für die Nacht unterbringen. Wir lehnen dankbar ab und finden Unterschlupf bei einer Geschwister- WG.

 

Tkm

71,7

Zeit h netto

4.45

Æ-km/h

15

km/h max

60.4

km ges

4673

Wind

%

Straßenbelag

3+

Profil

ìîìî

Temp ° C

23 S+R

Stimmung

3

Defekte

Steppe Schutzblech gebrochen

 

 

Stationen: Slobozia Mare, Vulcanesti, Vasylivka


enten auf der strasse und unsere ersten gastgeber in der ukraine 

weiter geht es in ukraine